Zusammenfassung Klassische Halluzinogene („Psychedelika“) wie Lysergsäurediethylamid (LSD), Psilocybin, N,N-Dimethyltryptamin (DMT) und 5-Methoxydimethyltryptamin (5-MeO-DMT) werden zurzeit wieder als potenzielle Behandlungsoptionen bei Substanzgebrauchsstörungen untersucht. Psychedelika entfalten ihre Wirkung über eine Aktivierung von serotonergen 5HT-2a Rezeptoren im zentralen Nervensystem,...
Zusammenfassung Substanzkonsumstörungen (SUD) sind chronische Erkrankungen mit hohen Rückfallraten und begrenzter Wirksamkeit etablierter Behandlungen. Vor diesem Hintergrund rückt die psychedelisch-assistierte Psychotherapie (PAP) mit Psilocybin und LSD zunehmend in den Fokus; die Literatur berichtet Hinweise auf mögliche Effekte insbesondere bei AUD und affektiven Symptomen. Ziel der Studie:...
Zusammenfassung Die Psychedelika-assistierte Therapie (PAT) hat sich in den letzten Jahren zu einem der dynamischsten Forschungsfelder der Psychiatrie entwickelt. Während die beste Evidenz bisher für depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen vorliegt, wird PAT zunehmend auch bei anderen nicht-psychotischen Störungen untersucht. Jenseits der Symptomlinderung rückt die...
US-amerikanische Psychiater*innen untersuchten, inwieweit eine Behandlung mit Psilocybin bei Patient*innen mit Alkoholkonsumstörung Persönlichkeitsanomalien derart abschwächen kann, dass es zu einer Verringerung der Impulsivität mit weniger Alkoholkonsum kommt.
[ Abb. 1 ] zeigt die Strukturformel, die Anwendungsarten und die handelsüblichen Formen von DMT (Dimethyltryptamin). Substanz Tryptaminhaltige Pflanzen wurden über mehrere 1000 Jahre von südamerikanischen Ureinwohnern bei religiösen Ritualen und zu medizinischen Zwecken eingenommen. Ziel dabei war die Provokation visionärer Erlebnisse als Kontaktaufnahme mit einer jenseitigen Welt, z. B. um die...
Die Mikrodosierung von Psychedelika wie LSD oder Psilocybin zur Leistungssteigerung und Förderung kreativer Prozesse erfährt zunehmend mediale Aufmerksamkeit. Beim Microdosing werden zwischen 5 und 10 % einer Standarddosis nach einem festgelegten Plan (z. B. alle 3 Tage) eingenommen, wobei kein Rauschzustand intendiert ist. Eine noch überschaubare Anzahl kleinerer Studien beschreibt positive...
SuchttherapieAugust 20, 2015Maria Christiane Jockers-Scherübl, T Wolf, Johannes Rentzsch
Einleitung: Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Substanz weltweit. Selbst bei sinkender Gesamtzahl der Konsumenten ist die Anzahl der heavy consumers gleichbleibend hoch. Dies kann zu komorbiden psychischen Störungen führen, von denen Schizophrenien die schwierigsten sind und sogar durch Cannabis ausgelöst werden können. Auch Depressionen, Angststörungen, das...