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Psychedelika in der Psychotherapie: Von der pharmakologischen Wirkung zur transdiagnostischen Veränderung

Susanne Prinz, Helena Aicher

Suchttherapie May 12, 2026 DOI: 10.1055/a-2670-0732 (opens in new tab)

Study at a glance

AI-extracted from the abstract
Characteristics Review Peer reviewed
Key findings Argues that psychedelic-assisted therapy shows good tolerability under professional guidance and clear indications of efficacy for depression and PTSD, with early studies suggesting potential for anxiety, obsessive-compulsive, and eating disorders, indicating transdiagnostic potential.

Abstract

Zusammenfassung Die Psychedelika-assistierte Therapie (PAT) hat sich in den letzten Jahren zu einem der dynamischsten Forschungsfelder der Psychiatrie entwickelt. Während die beste Evidenz bisher für depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen vorliegt, wird PAT zunehmend auch bei anderen nicht-psychotischen Störungen untersucht. Jenseits der Symptomlinderung rückt die Bedeutung transdiagnostischer Prozesse wie Verbesserung von Akzeptanz, Verbundenheitserleben und kognitiver Flexibilität in den Mittelpunkt. Dieser Übersichtsartikel fasst die aktuellen Erkenntnisse zum therapeutischen Einsatz von Psychedelika, MDMA und Ketamin zusammen. Er beleuchtet neurobiologische, psychologische und kontextuelle Wirkmechanismen, stellt die bisherige klinische Evidenz dar und diskutiert Risiken, Kontraindikationen sowie konzeptionelle Herausforderungen der klinischen Anwendung. Die vorliegenden Daten zeigen eine gute Verträglichkeit unter professioneller Begleitung und deutliche Hinweise auf Wirksamkeit bei Depression und PTBS. Erste Studien deuten zudem auf Potenziale bei Angst-, Zwangs- und Essstörungen und damit das transdiagnostische Potential hin. PAT eröffnet neue Perspektiven für Psychotherapie, fordert aber zugleich eine Erweiterung des therapeutischen Verständnisses über diagnostische Kategorien hinaus.

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