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Psychotherapeutisches Setting und Integration bei psychedelikaassistierter Therapie

Manuela Brand, Luca V. Faerber, Laura Kaertner, Lea J. Mertens, Dennis Scharf, Christian N. Schmitz, Moritz Spangemacher, Gerhard Gründer

Nervenheilkunde April 1, 2024 DOI: 10.1055/a-2282-5311 (opens in new tab)

Study at a glance

AI-extracted from the abstract
Characteristics Review Peer reviewed
Citations 1
Registration NCT04670081
Key findings Integration of psychedelic experiences into daily life is a scientifically little-studied but essential part of psychedelic-assisted therapy, and evidence-based protocols should be developed to increase efficacy and safety.

Abstract

ZUSAMMENFASSUNG Gegenstand und Ziel Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Behandlung von psychischen Erkrankungen mit psychedelischen Substanzen aus einem psychotherapeutischen Blickwinkel. Dabei wird die Rolle der „Integration“ von psychedelischen Erfahrungen diskutiert. Es wird der Frage nachgegangen, wie die außergewöhnlichen Erfahrungen, die Menschen unter Psychedelikaeinfluss oftmals erleben, für den psychotherapeutischen Fortschritt nutzbar gemacht werden können. Material und Methoden Zunächst wird ein einführender Überblick über die Phasen psychedelikaassistierter Therapie (PAT) gegeben. Anschließend wird am Beispiel der Behandlung therapieresistent-depressiver Patienten mit Psilocybin in einer klinischen Studie (EudraCT: 2019–003984–24; NCT04670081) eine Möglichkeit für die psychotherapeutisch begleitete Integration psychedelischer Erfahrungen beschrieben. Ergebnisse und Schlussfolgerung(en) Die Integration psychedelischer Erfahrungen in den Lebensalltag ist ein wissenschaftlich noch wenig untersuchter, jedoch essenzieller Teil der PAT. Es sollten evidenzbasierte Protokolle entwickelt werden, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie durch Methoden zur Integration zu erhöhen. Klinische Relevanz Es ist zu erwarten, dass die Integration psychedelischer Erfahrungen mit Einführung der PAT in etablierte Gesundheitssysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Klinische Studien müssen diesem Bedarf mit neuen psychotherapeutischen Behandlungskonzepten begegnen.