Sex and Drugs an Rock and Roll
Bulletin des Médecins Suisses March 7, 2012 DOI: 10.4414/bms.2012.16704 (opens in new tab)
Study at a glance
AI-extracted from the abstract| Characteristics | Review Peer reviewed |
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| Key findings | The reviewed book portrays Albert Hofmann's career at Sandoz, from research on ergot alkaloids to the accidental discovery of LSD in 1943 and its later clinical diffusion, while also chronicling the pharmaceutical successes of related drugs. It presents Hofmann's own framing of the fungus as a 'mother' that gave birth to pharmaceutical 'children' and describes the contrasting worlds of scientific research and LSD's cultural reception. |
Abstract
Sex and Drugs and Rock and Roll«Albert Hofmann und sein LSD» lautet der Titel eines umfangreichen Werkes der Autoren Dieter Hagenbach und Lucius Werthmüller.Das Buch ist Biographie, Firmengeschichte, Zeitchronik und Kompendium der Halluzinogene in einem, gut er zählt, gründlich dokumentiert und reich bebildert.Albert Hofmann studierte nach einer kaufmännischen Lehre organische Chemie an der Universität Zürich und begann nach dem Doktorat seine Arbeit bei der Sandoz in Basel.Die für ihre Farb stoffe bekannte Firma investierte in ein Forschungs programm zur Analyse und Synthese von Wirkstof fen aus Heilpflanzen.Hofmann erforschte die Meer zwiebel (Scilla maritima), den Fingerhut (Digitalis purpurea, lanata), danach die Alkaloide des Mutter korns aus dem parasitären Fadenpilz Claviceps pur purea.Aus dem Grundbaustein Lysergsäure, deren Struktur erstmals 1934 in den USA geklärt wurde, stellte Hofmann viele Derivate her.Das Lysergsäure diäthylamid (LSD) war als Analogon zum bekannten Kreislaufmittel Coramin gedacht, verlor aber für einige Jahre, nach enttäuschenden Tierversuchen, das Interesse der Mediziner und Pharmakologen.Bei der zweiten Synthese 1943 kam es zum ersten, unbe absichtigten Kontakt mit der Substanz, der zu einer Reihe von Selbstversuchen führte, die das Laborjour nal und ergänzende Berichte minutiös festhalten.Hofmanns spektakuläre Fahrradtour vom Fabrik gelände durch die Aussenbezirke Basels zu seinem Haus wurde später zur Legende.Zu den 40er Jahren gehört auch die Entdeckung der Tranquilizer, eine Art Gegenpol zum LSD.Seine langjährige Grund lagenforschung führte zu Arzneimitteln wie Mether gin, Hydergin, Dihydergot und Bromokriptin, was der Sandoz Umsätze in Milliardenhöhe bescherte.Hofmann, der als Vater des LSD weltbekannt wurde, bezeichnete den Pilz als Mutter, die ihm einige phar mazeutische Kinder geboren habe: «Während nun das Methergin dabei hilft, leibliche Kinder zu ge bären, erweist sich das LSD als sehr hilfreich bei der Geburt des spirituellen Kindes, das in jedem Men schen schlummert.»1947 wurde der erste Bericht über systematische Versuche am Menschen im «Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie (Stoll)» publiziert.Sehr schnell fand der Stoff als Hilfsmittel eine zunehmende Verbreitung auch in England, in den USA und in der Sowjetunion.1964 wurde LSD in 18 europäischen Behandlungszentren und von vielen ambulanten Psychotherapeuten regelmässig angewendet.Das Buch beschreibt zwei Welten, die nicht ver schiedener sein könnten.Die eine ist die des Mili