Psychotic-Like Experiences: Subtypes and Their Significance for Mental Health
Repository for Publications and Research Data 2018 DOI: 10.3929/ethz-b-000337684 (opens in new tab)
Study at a glance
AI-extracted from the abstract| Characteristics | Theoretical or philosophical paper Peer reviewed |
|---|---|
| Sample size | 206 |
| Population | Healthy adults |
| Measures | PAGE-R questionnaire |
| Key points | The thesis argues that psychotic-like experiences are heterogeneous and should not be treated as a single category: exceptional experiences can be integrated into PLE descriptions as odd beliefs, dissociative anomalous perceptions, and hallucinatory anomalous perceptions, and while all three related to psychological burden and reduced functioning, some odd beliefs were negatively associated with other subclinical symptoms, suggesting they may relate more to mental health than to illness. |
Abstract
Many otherwise healthy people may have unusual experiences in the course of their lives resembling delusions and hallucinations of psychotic disorders, such as schizophrenia.Some of these psychotic-like experiences (PLE) are rather subtle deviations from everyday world experiences while others represent outright bizarre distortions of reality.Although in most cases, these experiences are not related to illness, they are still associated with an increased risk for mental disorders, and particularly psychosis.However, after more than 100 years of research it is still unknown why some individuals with PLE remain healthy while others do not.Across four papers and using a sample of healthy adults (N = 206), this thesis strives for a better understanding of PLE, oscillating between the realms of mental health and mental illness.In conjunction, the four papers deal with and extend the current description of PLE, while shedding new light on their individual psychopathological significance and etiology.In the following, the main findings of the four papers constituting this thesis are summarized.The first paper focuses on clarifying the relationship between exceptional experiences (EE) and known forms of PLE using correlational cross-validation and exploratory factor analysis.As hypothesized, the analyses suggested that EE can reasonably be integrated into PLE symptomatology.Importantly, EE, as measured by the novel PAGE-R questionnaire, might extend the current description of PLE.In contrast to PLE, they are based on unusual experiences as reported by members of the general population and have not been derived from clinical symptoms.Three types of experiences were identified that can be characterized as odd beliefs, dissociative anomalous perceptions, and hallucinatory anomalous perceptions.Although all three types of EE were associated with general psychological burden, subclinical symptoms, and reduced functioning, they might differ regarding their psychopathological significance.The second paper aims at providing a more comprehensive and differentiated picture of the psychopathological significance of different PLE.It was hypothesized that PLE exhibit heterogeneous associations with other subclinical symptoms.While almost all PLE were similarly correlated with various other subclinical symptoms, adjusting for their cooccurrence uncovered specific relationships.The results shed light on unique associations Zusammenfassung IV Zusammenfassung Viele gesunde Menschen machen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen, die an Wahnvorstellungen und Halluzinationen von psychotischen Störungen wie Schizophrenie erinnern können.Einige dieser psychoseähnlichen Erfahrungen entsprechen eher subtilen Abweichungen der alltäglichen Welterfahrung, während andere völlig bizarre Verzerrungen der Realität darstellen.Obwohl diese Erfahrungen in den meisten Fällen nicht mit einer Krankheit in Zusammenhang stehen, sind sie statistisch gesehen mit einem leicht erhöhten Risiko für psychische Störungen und insbesondere für Psychosen verbunden.Doch selbst nach mehr als 100 Jahren Forschung ist noch immer unbekannt, weshalb manche Menschen mit psychoseähnlichen Erfahrungen gesund bleiben und andere nicht.Auf Basis von vier Artikeln will diese Dissertation ein besseres Verständnis von psychoseähnlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Krankheit erarbeiten.Die vier Beiträge behandeln und erweitern die aktuelle Beschreibung von psychoseähnlichen Erfahrungen und werfen ein neues Licht auf ihre individuelle psychopathologische Relevanz und Ätiologie.Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der vier Arbeiten zusammengefasst.Die erste Studie konzentriert sich auf die Klärung des Zusammenhangs zwischen außergewöhnlichen Erfahrungen (AgE) und bekannten Formen psychoseähnlicher Erfahrungen mittels korrelativer Kreuzvalidierung und explorativer Faktorenanalyse.Die Analysen zeigten, dass AgE sinnvoll in die bestehende Symptomatik psychoseähnlicher Erfahrungen integriert werden können.Es ist wichtig festzuhalten, dass AgE das Potenzial haben, die aktuelle Beschreibung von psychoseähnlichen Erfahrungen zu erweitern.Im Gegensatz zu psychoseähnlichen Erfahrungen sind sie nicht von klinischen Symptomen abgeleitet, sondern basieren auf Berichten von ungewöhnlichen Erfahrungen aus der Allgemeinbevölkerung. Drei Arten von Erfahrungen wurden identifiziert, die als seltsame Überzeugungen (Odd Beliefs), dissoziative Wahrnehmungen (Dissociative Anomalous Perceptions) und halluzinatorische Wahrnehmungen (Hallucinatory Anomalous Perceptions) charakterisiert werden können.Obwohl alle drei Arten von AgE mit allgemeiner psychischer Belastung, anderen subklinischen Symptomen und eingeschränkter Funktion verbunden waren, können sie sich hinsichtlich ihrer psychopathologischen Bedeutung unterscheiden.V Psychotic-Like Experiences Der zweite Beitrag hat zum Ziel, ein umfassenderes und differenzierteres Bild der psychopathologischen Relevanz verschiedener psychoseähnlicher Erfahrungen zu ermitteln.Der Beitrag stellt die Hypothese auf, dass psychoseähnliche Erfahrungen heterogene Assoziationen mit anderen subklinischen Symptomen aufweisen.Während fast alle psychoseähnliche Erfahrungen ähnlich mit verschiedenen anderen subklinischen Symptomen korreliert waren, wurden nach Korrektur auf ihr gleichzeitiges Auftreten spezifische Zusammenhänge aufgedeckt.Die Ergebnisse geben Aufschluss über spezifische Assoziationen zwischen Subtypen psychoseähnlicher Erfahrungen und anderen Symptomdimensionen.Interessanterweise waren einige wahnähnliche Erfahrungen, vor allem seltsame Überzeugungen (Odd Beliefs), negativ mit anderen subklinischen Symptomen verbunden.Basierend auf diesen Ergebnissen wurde eine erste vorläufige Kategorisierung für psychoseähnliche Erfahrungen vorgenommen, die sich auf ein spekulatives Risiko für zukünftige psychische Gesundheitszustände bezieht, d.h.eine psychotische Störung, eine allgemeinere psychische Störung oder gar keine klinische Störung.Die dritte Studie untersucht spezifische Zusammenhänge zwischen belastenden Kindheitserfahrungen und psychoseähnlichen Erfahrungen, die auf kognitive Mechanismen der Psychoseentstehung hinweisen könnten.Die Hypothese, dass ähnliche Assoziationen zwischen belastenden Kindheitserfahrungen und psychoseähnlichen Erfahrungen wie zwischen belastenden Kindheitserfahrungen und psychotischen Symptomen existieren, konnte bestätigt werden.Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bis zu einem gewissen Grad ähnliche psychologische Mechanismen für die Entstehung psychotischer Erfahrungen über das gesamte Psychosekontinuum hinweg verantwortlich sein könnten.Die Analyse unterstützte zudem die anfängliche Hypothese, dass ein schwaches Selbstkonzept eigener Kompetenzen (SK) ein plausibler neuer Mediator für die spezifische Beziehung zwischen emotionaler Vernachlässigung und paranoiden Gedanken sein könnte.Interessanterweise war ein schwaches SK in den Mediationsmodellen positiv mit paranoiden Gedanken assoziiert, aber negativ mit seltsamen Überzeugungen (Odd Beliefs) korreliert.Dies unterstrich die Heterogenität psychoseähnlicher Erfahrungen und deutete darauf hin, dass einige von ihnen eher mit psychischer Gesundheit als mit Krankheit in Verbindung stehen könnten.Der vierte Beitrag versucht, die Ergebnisse der drei vorangegangenen Studien zusammenzuführen und ihre Bedeutung im größeren Forschungskontext zu diskutieren.Es stellte sich heraus, dass die Psychoseforschung dazu tendiert hat, nicht zwischen verschiedenen psychoseähnlichen Erfahrungen zu unterscheiden, obwohl sie sich hinsichtlich Zusammenfassung VI ihrer psychopathologischen Bedeutung erheblich unterscheiden könnten.Daher fordert der vierte Beitrag eine umfassendere und detailliertere Untersuchung psychoseähnlicher Erfahrungen und anderer, damit verbundenen Faktoren.Dies könnte zur Aufklärung von Mechanismen beitragen, die bei der Verschlechterung, beziehungsweise der Aufrechterhaltung psychischer Gesundheit eine Rolle spielen.Die aktuelle psychoemtrische Erfassung von psychoseähnlichen Erfahrungen könnte jedoch deren detaillierte Untersuchung einschränken, weil vielen Skalen verschiedene Psychosekonzepte zugrunde liegen und ihr Inhalt häufig heterogen ist.Der vierte Beitrag schließt mit einer Empfehlung zur Erstellung neuer Fragebögen, welche die aktuelle Erfassung von psychoseähnlichen Erfahrungen erweitern könnten.Die Ergebnisse eines jeden der vier Beiträge haben Auswirkungen auf die zukünftige Erforschung des Psychosekontinuums.In einer abschliessenden Zusammenfassung der Ergebnisse werden drei übergreifende Forschungsfragen beantwortet.Die erste befasst sich mit der psychometrischen Erfassung psychoseähnlicher Erfahrungen, die zweite diskutiert deren Bedeutung im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Krankheit, während die dritte über mögliche klinischen Anwendungen der hier gewonnenen Erkenntnisse spekuliert.Im Laufe der Abschlussdiskussion werden Empfehlungen gegeben, die der zukünftigen Forschung helfen können, die komplexe Struktur von Psychosen zu entwirren, ihre Entstehung aufzuklären und letztlich bestehende Therapiemöglichkeiten zu verbessern.Subtypes of Psychotic-Like ExperiencesTable of Contents 1Abstract……………………………………………………………………………………… I 1Zusammenfassung………………………………………………………………………… IV 11.General Introduction.…………………………………………………………………… 1 The Continuum of Psychosis……………………………………………………………... 4 Exceptional Experiences…………………………………………………………..……… 6 Transdiagnostic Associations…………………………………………………….……….. 7 The Role of Adverse Childhood Experiences…………………………………….……….9 Introducing the Four Papers of This Thesis………………………………...………….... 10 What This Thesis Aims to Achieve…………………………………………...………….1512. Psychotic-Like Experiences at the Healthy End of the Psychosis Continuum……... 18 Introduction……………………………………………………………………………… 19 Materials and Methods………………………………………………………..………….23 Results…………………………………………………………………………..……….. 27 Discussion………………………………………………