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Body awareness, voluntary physiological regulation, and their modulation by contemplative mental training

Boris Bornemann

edoc Publication server (Humboldt University of Berlin) July 31, 2017 DOI: 10.18452/18079 (opens in new tab)

Study at a glance

AI-extracted from the abstract
Characteristics Dissertation comprising multiple studies, including a large training study with a retest control group and a biofeedback task study Peer reviewed
Sample size 332
Population Participants in the ReSource training study (n = 332) and additional participants in biofeedback and emotional arousal studies
Duration 3-9 months
Measures interoceptive accuracy, emotional awareness, body awareness, high-frequency heart rate variability (HF-HRV), voluntary parasympathetic control (WPK), oxytocin receptor gene polymorphism rs53576, altruistically motivated behavior, subjective reports of emotional arousal, objectively measured bodily arousal
Citations 1
Key points Contemplative mental training increased interoceptive accuracy in training cohorts but not in a retest control group, and these increases were accompanied by and predicted changes in emotional awareness. Training also improved voluntary parasympathetic control (WPK), as measured by a biofeedback task, with improvements modulated by the oxytocin receptor genotype rs53576. WPK was associated with rs53576 and correlated with altruistically motivated behavior. Subjective reports of emotional arousal partly reflected objective bodily arousal, depending on interoceptive accuracy.

Abstract

In dieser Dissertation untersuche ich das Zusammenspiel mentaler und körperlicher Prozesse, insbesondere den Einfluss von kontemplativem Mentaltraining (KMT) auf Interozeption (innerliches Spüren des Körpers) und physiologische Regulation. In einer großangelegten Trainingsstudie (n = 332, Trainingsdauer 3-9 Monate), der ReSource-Studie, zeige ich, dass KMT die interozeptive Genauigkeit in den Trainingskohorten erhöht, nicht jedoch in einer Retest-Kontrollgruppe. Die Steigerungen in interozeptiver Genauigkeit gehen mit Veränderungen im emotionalen Gewahrsein einher und sagen diese voraus. Im Einklang mit diesen Befunden berichten die Studienteilnehmenden von positiven Veränderungen in verschiedenen Dimensionen des Körpergewahrseins. Diese betreffen vor allem die Fähigkeit, Aufmerksamkeit auf Körperempfindungen aufrechtzuerhalten sowie deren Gebrauch zur Emotionserkennung und -regulation. Ich beschreibe eine neuentwickelte Biofeedback-Aufgabe, welche die Fähigkeit misst, willentlich die hochfrequente Herzratenvariabilität (HF-HRV) hochzuregulieren, wodurch die willentliche parasympathische Kontrollfähigkeit (WPK) indiziert wird. Ich zeige, dass individuelle Unterschiede in WPK mit dem Oxytocin-Rezeptorgen-Polymorphismus rs53576 zusammenhängen und mit individuellen Unterschieden im altruistisch motivierten Verhalten korrelieren. WPK wird durch KMT verbessert, wobei diese Verbesserungen durch den rs53576 Genotyp moduliert werden. In einer weiteren Untersuchung zeige ich, dass retrospektive, subjektive Berichte über eine emotional erregende Erfahrung teilweise die objektiv gemessene körperliche Erregung widerspiegeln. Das Ausmaß dieser körperlich-mentalen Kohärenz ist abhängig von der interozeptiven Genauigkeit. Zusammengenommen vertiefen diese Studien unser Verständnis des Zusammenspiels von physiologischen und mentalen Prozessen und zeigen wie KMT das innerliche Spüren des Körpers und die willentliche physiologische Regulation verbessert.