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Die Spiegelhypothese – Zur Möglichkeit eines grundlegenden Reflexionsprinzips zwischen physikalischer Organisation und subjektiver Erfahrung

John Hansen

Zenodo (CERN European Organization for Nuclear Research) September 11, 2026 DOI: 10.5281/zenodo.22729535 (opens in new tab)

Study at a glance

AI-extracted from the abstract
Characteristics Theoretical or philosophical paper Peer reviewed
Key points Proposes that reflection, broadly defined as interaction, feedback, representation, and self-reference, may be a fundamental organizing principle spanning physical, biological, neural, and experiential levels. Argues the hypothesis should be formulated to yield testable predictions, such as gravitational influences on complex neural network organization, and distinguishes it from panpsychism and Integrated Information Theory.

Abstract

Die vorliegende Arbeit stellt die Spiegelhypothese vor, einen spekulativen interdisziplinären Ansatz, der die Möglichkeit untersucht, dass Reflexion ein grundlegendes Organisationsprinzip der Wirklichkeit darstellen könnte. Die Hypothese geht davon aus, dass Reflexion, in ihrem allgemeinsten Sinne verstanden als Wechselwirkung, Rückkopplung, Repräsentation und Selbstbezüglichkeit von Zuständen innerhalb eines Systems, auf verschiedenen Ebenen der Organisation auftreten könnte: von physikalischen Wechselwirkungen und gravitativen Strukturen über biologische Selbstorganisation und neuronale Netzwerke bis hin zu internen Modellen und subjektiver Erfahrung. Die Arbeit untersucht, wie diese unterschiedlichen Ebenen konzeptionell miteinander verbunden werden könnten, ohne dabei anzunehmen, dass physikalische Materie grundsätzlich bewusst ist oder dass Gravitation unmittelbar Bewusstsein hervorbringt. Dabei wird die Spiegelhypothese von etablierten Ansätzen wie dem Panpsychismus, der Integrated Information Theory und aktuellen neurowissenschaftlichen Theorien des Bewusstseins abgegrenzt. Zugleich wird ausdrücklich betont, dass die einzelnen Bestandteile der Hypothese nicht als neue Entdeckungen dargestellt werden. Ein zentrales Ziel der Arbeit ist es, die Hypothese so zu formulieren, dass sie wissenschaftlich untersucht werden kann. Dazu werden mögliche empirische Ansätze diskutiert, unter anderem die Untersuchung gravitationsabhängiger Veränderungen in der Organisation und Dynamik komplexer neuronaler Netzwerke. Der wissenschaftliche Wert der Spiegelhypothese würde letztlich davon abhängen, ob sie überprüfbare Vorhersagen und Beobachtungen hervorbringen kann, durch die sie sich von bestehenden Erklärungsansätzen unterscheiden lässt.